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Kleinunternehmer bei Airbnb (Paragraf 19 UStG)

Was die Kleinunternehmerregelung bedeutet

Nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz (UStG) können Vermieter mit geringen Umsätzen auf den Ausweis und die Abführung von Umsatzsteuer verzichten. Sie stellen dann keine Umsatzsteuer in Rechnung und ziehen im Gegenzug keine Vorsteuer ab.

Die Umsatzgrenzen seit 2025

Seit dem 1. Januar 2025 gelten neue Schwellen:

Wird die laufende Grenze von 100.000 Euro unterjährig überschritten, endet die Kleinunternehmereigenschaft sofort ab dem Umsatz, der die Grenze reisst.

Umsatzsteuer bei Beherbergung

Wer nicht (mehr) Kleinunternehmer ist, muss die Beherbergungsleistung mit dem ermäßigten Satz von 7 Prozent versteuern (Paragraf 12 Absatz 2 Nummer 11 UStG). Nebenleistungen wie Frühstück, Parkplatz oder Endreinigung können dem Regelsatz von 19 Prozent unterliegen.

Folgen für die Praxis

  1. Umsätze laufend beobachten, um den Grenzübergang nicht zu verpassen.
  2. Bei Wechsel zur Regelbesteuerung fallen Umsatzsteuer-Voranmeldungen an; dafür wird der Vorsteuerabzug möglich.
  3. Die Kleinunternehmerregelung kann sinnvoll oder nachteilig sein - das hängt von Investitionen und Gästestruktur ab.

Die Wahl zwischen Kleinunternehmer- und Regelbesteuerung ist eine Einzelfallentscheidung mit Bindungswirkung. Eine steuerliche Beratung ist ratsam.

Allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Stand 07/2026.

Quellen

Erste Vermietung starten Kommune prüfen